Wichtige Beachtungspunkte zur Dämmschichttrocknung

 

Warum überhaupt Dämmschichttrocknung?
Wasser fließt bekanntlich nach unten, was nun einmal mit der Schwerkraft zusammenhängt. Bei Rohrbruch und Leitungswasserschaden fließt somit häufig auch Wasser in die Dämmschichten des Bodenaufbaus bei schwimmendem Estrich, der dann im wahrsten Sinne des Wortes zum „schwimmenden“ Estrich werden kann. Eine natürliche Abdunstung in diesem weitgehend geschlossenen Hohlraum würde nur sehr langsam erfolgen, wobei über lange Zeit Idealbedingungen für Schimmelpilzwachstum entstehen würden, wenn keine Trocknung der Dämmschichten vorgenommen wurde. Dann ist oft der Schaden größer als die eingesparten Kosten. In den vergangenen Jahren belief sich der Anteil an Dämmschichttrocknungen im Verhältnis zu der Gesamtzahl der bearbeiteten Leitungswasserschäden auf etwa 40 %. Zu beobachten ist, dass tendenziell mittlerweile jeder zweite Schaden auch eine Dämmschichttrocknung nach sich zieht, da nun langsam die neueren Gebäude aus den 70er und 80er Jahren in das kritische Alter kommen, welche alle moderne Dämmschichtaufbauten aufweisen. Also für den Profi in diesem Segment eine unverzichtbare Leistung, die bewältigt werden will.

Überdruckverfahren oder Vakuumtechnik?
tl_files/business-fever/img/features/seitenkanal-kl.jpgDie Trocknung von Dämmschichten erfolgt nach Stand der Technik mit Verdichtern, indem Luft durch die Dämmschicht hindurch geführt wird und diese Luft dann die Feuchtigkeit hinaus trägt, bis eine gleichmäßige Gleichgewichtsfeuchte vorliegt. Dieses erfolgt in sog. Luftkanälen, welche etwas übertrocknet werden und aus nicht erreichten feuchteren Bereichen die Feuchtigkeit in diese übertrockneten Bereiche hineinziehen kann (Nivellierungseffekt). Es stellt sich nun die Frage, ob wir die Luft in die Dämmschicht hineindrücken, oder die Luft per Vakuum unter der Dämmschicht heraussaugen. Zu vermeiden ist hier die Kontamination der Gebäude, da Schmutz und insbesondere Schimmelpilz oft nicht auszuschließen sind. Daher wird in der modernen Trocknung von Dämmschichten nahezu ausschließlich mit der Vakuumtechnik gearbeitet. Hierdurch wird der Gerätetechnik natürlich mehr Leistung abverlangt, denn Vakuumtrocknung bedarf mehr Kraft, um Durchgangskanäle zu erreichen. Setzen Sie daher auf eine gute Ausbildung der Mitarbeiter und auf gute Leistung der Verdichter.

GeneralOperator + FollowOperator (GO - FO Geräte)
Die durch die Vakuumtechnik an die Geräte gestellte Leistungsanforderung wird von Profis als Generalgeräte (GO = Generaloperator) zur Schaffung des Durchgangs und Folgegeräten (FO = Followoperator) gesehen. Die Folgegeräte sind hierbei leistungsschwächer und einstufig (AN-AUS). Generalgeräte (GO) verfügen über Frequenzregler und können in hohen Frequenzen (z.B. 70 Hz) oft nahezu die doppelte Leistung aufbauen, um in der ersten Phase der Trocknung einen guten Durchgang zu erreichen. Es ist daher für alle Beteiligten (nicht zuletzt für den Kunden) ratsam, ausgebildetes Fachpersonal mit dieser Arbeit zu betrauen, nicht zuletzt, um auch dem Fachbetrieb Kosten für Technik einzusparen, denn FOGeräte sind kostengünstig und GO-Geräte deutlich teurer, aber eben nach heutigem Stand unverzichtbar.

Adaption und Filtration
Zur Herstellung einer perfekten Adaption über Kernloch, Fugenkreuz, Randfuge, oder über die Reparaturöffnung finden Sie auf den Folgeseiten reichlich Information. Wichtig ist auch die Filtration, um die Technik und die Gebäude zu schützen und natürlich auch die Schalldämmung, damit unsere Kunden ruhig schlafen können, bzw. Unterbringungskosten vermieden werden können.